typisch Terjung: alles, außer perfekt
typisch Terjung: alles, außer perfekt
typisch Terjung: alles außer perfekt
typisch Terjung: alles außer perfekt 

Parkinson hindert mich nicht am selbst reimen. Sie etwa?

Vielleicht etwas ungewöhnlich, aber ja ich reime das Thema Krankheit. Allerdings eher um meine Erkrankung "zu verarbeiten" bzw. "im Griff zu halten" 

Machen Sie sich -- natürlich nur wenn Sie mögen -- Ihr eigenes Bild. 

Du bist nur Parkinson - ich bin der Mensch dahinter

Ich möchte etwas vorausschicken:

Diese Krankheit führte mich zum Glaube.

Ich erhielt eines Tages ein kleines Büchlein. Titel: Der grösste Betrug  Es geht um Ihr Leben. 

 

Es geht um die Frage: gibt es eine grosse Kraft, gibt es ewiges Leben nach dem Tod. Gibt es Gott. Oder hat die Wissenschaft den größeren Überblick, wenn sie behauptet: Nein ---- das gibt es alles nicht. Und ich bin für mich zu dem Ergebnis gekommen: 

 

Ja -- ich glaube daran, dass nach dem Tode nicht alles zu Staub zerfällt. Meine Seele (die bekannten 21 Gramm) wird ihren Platz finden. Und ich spüre die Kraft, die mir jeden Tag ein wenig mehr zufließt. Und ich bin dankbar, dass ich diese Kraft - diesen Gott . spüren kann.

Sir James

Ihr sagt >>Sir James<< fast ehrfurchtsvoll, und nehmt ihn an als Freund

verzeiht, ich find ihn nicht so toll, im Gegenteil, mich stört der "Mann"

er schlich sich in mein Leben, ungebeten, ungefragt Ich soll mich arrangieren, wurde mir gesagt. 

 

Dass er sich nimmt, was mir bestimmt, und jedes Jahr ein wenig mehr mir`s Leben durch die Finger rinnt, stört mich schon sehr

Nimm ihn doch an und akzeptier, und richt Dich auf ihn ein. Soll ich, weil ich`s nicht ändern kann, etwa bescheiden sein?

Er sperrt mich ein, nimmt mir den Tanz. Er unterdrückt und bremst mich aus. Er gibt nicht nach und will mich ganz

 

Die Gegenwart ist mir erschwert, die Zukunft ungewiss. 

Den Blick in die Vergangenheit, hab ich mir selbst verwehrt, weil ich noch jedes Bild zerriss

Und wieder werde ich belehrt, da ich es doch nicht ändern kann, sei`s nicht so schlimm, schau Dir`s doch an.

 

Geduldig soll ich sein und still,mich meinem Schicksal fügen. Doch weil ich grade das nicht will, werd ich mich doch nicht selbst belügen

Ich sehe doch was digital, belichtet für die Ewigkeit. Laut schreien möcht ich jedesmal, nicht nur aus Eitelkeit.

Dann sagt ihr mir noch liebevoll, nur mir scheint`s gnadenlos: schau, dieses Foto ist doch toll, ich schlucke bloß

 

Und doch ich gebe niemals auf, einst werde ich gesunden. Und dann werd ich, verlasst euch drauf, mein Leben neu erkunden

Bis dahin tu ich, was ich kann, um "ihn" zurück zu weisen. Wenn ich als "Letzte" lachen kann, darf er in seinen Arsch sich beißen!

Und nun erneut zum Glaube

Seit kurzem fühl ich diese Kraft,  die mir hilft mich zu wehren

und wenn`s auch kleine Schritte sind, will ich mich nicht beschweren

ich dank für Mut und Zuversicht, und weiß - Gott - verlässt mich nicht.